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Simon baut die Boing PT 17 Stearman.

Es scheint dieses Jahr einen langen Winter zu geben, denn Simon hat heute einen riesigen Baukasten in die Modellbauräume gebracht. Dieser Karton ist bis oben hin gefüllt mit gefrästen Pappelsperrholzplatten, Kiefernleisten und zahlreichem Zubehör. Nach der ersten Durchsicht fallen besonders die gedämpften Telebeine auf. Nach unserer Vermutung stammen diese aus dem Automobilbereich. Diesen Baukasten hat Simon bei Modellstudion gesehen und sich gleich in den Flieger verliebt. Der erste Blick auf den Rumpfbauplan lässt die riesen Ausmaße erkennen. Spannweite 2500mm und eine Rumpflänge von 1950mm ergeben eine richtigen Brocken. In den Bauräumen macht sich die Diskussion um den Antrieb breit. Von einem Moki ist die Rede. Ja, dieser fehlt neben den Turbinen noch in unserem Verein.

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17.10.2018 - Simon schaut sich die knappe Baubeschreibung kurz an und legt los. Das Rumpfunterteil wird im ersten Schritt begonnen. Der Rumpf ist waagerecht in 2 Halbschalen getrennt, wird einzeln gebaut und dann zusammengeklebt. Doch langsam! Nun ist erst mal die Unterseite dran. Gegen 20 Uhr ist aber schon Einiges vom Rumpfunterteil zu erkennen.

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19.10.2018 - da ist man mal ein Tag nicht in den Bauräumen und schon hat Simon wieder den Rohbau vom Rumpf fast fertig. Das Oberteil wurde gebaut und die 2 Hälten schon zusammen geklebt. Am Mittwoch sind Micha und Simon noch zusammengestanden und haben über den Bauplan gerätselt. Woher kommt diese plötzliche Eingebung? Nun ist Simon schon an der Beplankung von Rumpf dran.  Dies erfolgt, entgegen dem Plan mit 3mm Balsa. Diese wird in alter Väter Marnier kurz gewässert und dann um den Rumpf gezogen und angeklebt. Zwischendrein wird noch schnell das Höhenleitwerk angefangen.
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21.10.2018 - und über das Wochenende legt Simon dann noch eine Sonderschicht ein. Per WhatsApp hat er mir schon mal einige Bilder geschickt. Das Höhenleitwerk ist fertig und kann schon mit dem Rumpf vereint werden. Das Mittelstück vom unteren Flügel ist auch schon zusammen und kann schon mal probesitzen an der Flügelaufnahme. Ich bin schon auf den heutigen Montag gespannt. Da bin ich auch wieder in den Bauräumen. Vielleicht ist dann schon eine Tragfläche dran...
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22.10.2018 - es freut mich immer wieder in die Bauräume zu kommen und zu schauen, wie weit die Kollegen sind. So ist auch Simon wieder einen rechten Schritt weiter gekommen. Heute lässt er sich etwas über die Baubeschreibung aus. Darin wird angegeben, die Nasenleiste anzukleben, dann konisch zu hobeln und die Beplankung darüber zu ziehen. Wird dann die Nasenleiste verrrundet ist der größte Teil der Beplankung wieder weg. Wir, als alte Hasen führen die Nasenleiste 2-teilig aus. Eine schmalere Nasenleiste wird angeklebt und konisch gehobelt, dann die Beplankung angeklebt, wieder eben gehobelt und dann die Nasenleiste vorne drauf geklebt und verrundet. Ebenso passen einige Teile der Steckung nicht oder welche fehlen ganz. Glücklicherweise hat Simon auch eine CNC-Fräse und die Teile schon wieder hergestellt. Auch ist die Bauweise vom Höhen- und Seitenruder recht labil. Wir sind schon gespannt, wie sich die Teile beim Bespannen verziehen. Sollte bei dem Preis eigentlich nicht sein!

Heute hat Simon die mächtige Motorhaube mitgebracht und wir reden über den Antrieb für die PT17. Dabei landen wir immer wieder beim MOKI. Mal schauen, was sich daraus noch entwickelt.

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24.10 - 28.10.2018 - Jedes Mal, wenn ich wieder in den Bauräumen bin ist Simon wieder einen großen Schritt weiter gekommen. Momentan ist er am Bau der Tragflächen. Von meinem Bauplatz aus höre ich immer mal wieder: "wo ist denn nur wieder dieses Teil", oder "da stimmt doch wieder mal der Bauplan nicht" und "da passt doch dieses Teil auch nicht". Schon oft hat Simon improvisiert oder sich die passenden Teile selbst gefräst. Doch trotz schimpfen nimmt der Karton mit Holz ständig ab. Heute misst er mal den Anstellwinkel nach. Gemäß Plan sind für das Leitwerk 0 Grad und beide Flügel +1 Grad vorgegeben. Nach dem ersten Ausmessen, stellt Simon fest, dass an der Leitwerksauflage Einiges getan werden muss, damit die Vorgaben gehalten werden. Im Gespräch mit Simon kommen wir auf den Bau der Ultimate. Dort wurde der obere Tragflügel sogar negativ und das Leitwerk postiv (Nasenleiste nach oben) angestellt. Nach dem Gespräch wird Simon den oberen Flügel erst mal mit 0 Grad einrichten. Da der Baldachin geschraubt ist, kann man da immer noch was nachstellen. Im Laufe vom Abend sind wir wieder beim Thema Motor. Und dieses Gespräch endet immer wieder beim Moki.

29.10.2018 - die untere Tragfläche ist in der Fertigstellung. Die Randbögen sind dran und die Beplankung ist aufgezogen. Immer wieder weicht Simon von der Baubeschreibung und dem Bauplan ab und bringt eigenen Änderungen ein. So sind zum Beispiel sind die Höhenruder recht labil. In der Mitte ein 3mm Balsa, oben und unten ein Paar Aufleimer und stirnseitig eine Leiste bringen eben nicht die erwünschte Festigkeit. Außerdem ist die Endleiste am Höhenruder jetzt schon krumm und wellig. Als Abhilfe hat Simon eine Kiefernleiste 5x3 als Endleiste angeklebt. Nun ist das Ruder schön gerade und auch stabiler. Die beiliegen GFK-Abdeckung hat er nicht verwendet. Diese war ihm zu labil. Dafür wurde ein Füllklotz aus leichtem Balsa eingesetzt. Die Schraubbefestigung vom Höhenleitwerk hat rer auch gleich geändert. Eine M4-Schraube kann nach seiner Ansicht der große Leitwerk nicht halten. Zum Glück hat Simon schon einige Jahre Bauerfahrung und weiß sich da zu helfen.

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04.11.2018 - Simon hat mir via WA einige Bilder geschickt. Er hat das neblige Wochenende dazu genutzt, um an seiner PT17 weiter zu bauen. Ja, die Kleinarbeiten halten doch noch recht auf. Am Samstag waren einige Kollegen in Dübendorf am Flohmarkt. Bin schon gespannt was die Jungs wieder an Schnäppchen geschossen haben.

06.11.2018 - Gekauft wurde in Dübendorf nichts und neue Bilder gibt es heute keine von Simon. Er ist den ganzen Abend mit dem Bau der Querruder beschäftigt. Diese sind sehr labil aufgebaut und der Bauaufwand ist sehr hoch. Außerdem hat er Besuch von unserem neuen Mitglied Andreas. Er ist momentan auch am Kauf der Stearman dran und liest gespannt Zuhause unseren Bericht. Schlussendlich wird wieder über den Antrieb diskutiert und wir landen wieder beim Moki. Sind wir also wieder soweit!

09. - 11.11.2018 - Simon ist beim Endspurt. Jede freie Minute ist er in den Bauräumen. Am Freitag hat er noch an 4 Flügelhälften die Aufleimer angeklebt. Über das Wochenende ist er schon mit dem Baldachin beschäftigt. Nebenbei schießt er immer mal wieder einige Bilder für unsere WA-Gruppe. So sind wir dann auch von daheim informiert.  Leider kommt aber die Größe vom Modell auf den Bildern nicht so richtig rüber. Dazu muss mann schon selber anwesend sein. Das ist wieder kommenden Montag der Fall. Dann kann ich an meiner Mig-15 wieder weiter bauen.

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12.11.2018 - ich hatte mich schon gewundert über den Baldachin, auf den Bildern zuvor. Heute kann ich feststellen, dass es sich hierbei um die Lehre für die Flügelanstellung handelt. Diese ist recht clever gemacht und mit der Anstellung vom oberen Flügel kann damit nichts schiefgehen. So kann der Baldachin abgelängt und eingepasst werden. Hierfür hat sich Simon aus dem Baumarkt halbrunde Profilleisten aus Buchenholz besorgt. Diese werden zusammen mit den Beschlägen montiert. Danach werden die 2 Hälften zusammen geklebt und es entsteht ein schön abgerundeter Baldachin. Die beiliegenden Kiefernleisten aus dem Bausatz waren zu kurz und somit nicht zu gebrauchen. So vergeht wieder ein Bauabend, wie im Fluge. Gegen Feierabend stellt er noch kurz eine Schablone für die Cockpitaussparungen her. Dazu hat er aus dem Internet einige Bilder geladen. So, wie diese auf dem Plan eingezeichnet sind ist er nicht damit einverstanden.

19.11.2018 - kaum fällt die Themparatur beginnt die Erkältungszeit. So ist Simon die letzten Tage verschnupft. Trotzdem ist er in den warmen Bauräumen und widmet sich dem Cockpit. Zuhause hat er aus dünnem Sperrholz die Cockpitverkleidungen gefräst. Diese sieht Klasse aus und wurde die letzten Tage auf den Rumpf aufgeklebt. Nachdem das Cockpit ausgeschnitten wird sieht dies recht original aus. Nachdem wir einige Male vom Motor gesprochen haben, ist es heute soweit. Simon hat dem Gerede ein Ende bereitet und den Moki 180 bestellt. Heute wird dieser in den Bauräumen begutachtet und danach gleich wieder mit nach Hause genommen. Dort kommt das Schmuckstück erst mal in die Vitrine. Die restliche Zeit heute beschäftigt er sich mit dem Baldachin. Dieser möchte er abnehmbar gestallten. Wie wir ja mittlerweile wissen, benötigen solche Kleinigkeiten immer noch einige Zeit. Und diese ist heute schon wieder verstrichen.

21.11.2018 - noch viele Kleinearbeiten stehen an der Stearman an. Heute ist Simon am Rudermaschineneinbau vom Höhenleitwerk dran. Danach wird die vordere Rumpfbeplankung aufgezogen. Für den Moki muss da noch Einiges verstärkt werden. Sonst fällt der Flieger schon beim Probelauf auseinander. Dann ist auch schon wieder Feierabend für Heute. Am Freitag geht es weiter.

26.11.2018 - Simon war über das Wochenende wieder fleißig. Die Rudermaschinen sind im Flügel und Leitwerk eingebaut. Heute bügelt er schon den 3. Tragflügel mit Gewebefolie naturfarben. Diese will er dann noch mit Zackenband verschönern und anschließend lackieren. Die Ruder sind schon mit Scharnieren angeschlage und ordentlich mit kleinen Schrauben gesichert. Dann geht es auch schon am Rumpf weiter. Noch einige Kleinarbeiten sind zu erledigen. Dann kann er den Rumpf auch schon bespannen. Und wie die Modellbauer so sind, wird schon wieder von einem neuen Modell gesprochen. Wird es vielleicht eine ME-35, oder ein anderer Baukasten. Am Samstag sind die Kollegen in der Schweiz in einem Modellbaugeschäft zum Einkaufen. Mal schauen, was sich da ergibt. Wir sind gespannt.

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03.12.2018 - momentan haben wir mal wieder Platznot in den Bauräumen. Die Tische sind 2 auf einen Meter. Die Stearman hat über 2 Meter und gegenüber belagert Joachim gleich 2 Tische mit seinen 5-Meter-Seglerflügel. Da bleibt für die Kollegen wenig Platz. Simon ist immer noch an der Bespannung dran. Heute versucht er sich mit der Seidenbespannung auf die klassische Art. Jedoch gibt er da schnell wieder auf und greift wieder auf die bewährte Bügelfolie zurück. So werden heute die Höhenruder bespannt. Zwischendurch sind immer noch viele Kleinarbeiten zu erledigen. Das wird schon noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis die PT17 fertig ist. Und schon spricht Simon wieder über einen neuen Bausatz.
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