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Erneuter Bau der Mig-15.

Wir schreiben den Herbst 2012. Andreas und ich hatten den Erstflug mit der Mig-15. Für diese Mig haben wir zusammen eine Form hergestellt und 2 dieser Jet gebaut. 12S und ein Impeller mit 120mm Durchmesser hatten ordentlich Schub, jedoch war der Stromverbrauch zu hoch. Nach 3 Minuten war der Spaß vorbei und die Akkus waren recht warm. Leider hatte Andreas dazu noch etwas Pech und das Modell erlitt dabei einen erheblichen Schaden. Flügel und Leitwerk waren unversehrt und lagen seit dieser Zeit im Regal.

Ich hatte dieses Jahr sehr gute Erfahrungen mit meiner Vampire gemacht. Ein 90mm Impeller von Wemotec, befeuert mit 8S, bringt ordentlich Leistung. Dies doch 7-8 Minuten lang. Die Vampire hat ein Gewicht um die 5kg und ist ordentlich schnell.

So spiele ich schon einige Zeit mit dem Gedanken das Mig-Projekt wieder aufzunehmen. Dieses Mal jedoch mit einem bewährten Antriebsset und mit einem einfacheren und leichteren Aufbau. Damals hatten wir uns noch Gedanken gemacht über einen stromlinienförmigen Einlass. Heute wird dies gelöst über einen Einlaufring am Impeller. Die Luft wird hierbei aus dem Rumpf angesaugt. Zur Rumpfnase hin reicht alse eine einfache Bodenplatte, auf der alles montiert ist. Wichtig hierbei ist eine optimierte Düse nach hinten heraus. Diese Düse ist Wemotec zu bekommen und auch schon bestellt.

05.10.2018 - wir starten also den erneuten Bau der Mig-15. Wir haben immer noch einen tollen Spätsommer und Flugwetter. In den Bauräumen ist aber immer was los. So wird die Rumpfform wieder auf den Bautisch gelegt. Diese wird einmal gewachst und poliert und schon kann es losgehen. Die grau eingefärbte Feinschicht wird in beiden Formhälften aufgetragen. Da ich dieses mal alleine bin sind 2 Abende für das Laminieren vom Rumpf vorgesehen. Am ersten Abend wird eine Rumpfform laminiert. Auf die trockene Feinschicht kommt eine Kupplungsschicht aus eingefärbten Harz mit Baumwollflocken. Darauf kommt eine Lage 105 Gramm Köper, darauf nochmals eine Lage 163 Gramm Köper. An einigen Stelle im Leitwerksbereich werden Kohlerowings eingelegt. Das 24-Stundenharz kann nun trocknen bis am nächsten Abend. Dann werden mit einem scharfen Messer die Trennkanten beschnitten. Die 2. Hälfte wird nun in der gleichen Art, wie schon die erste Formhälfe vorbereitet. An der Trennkante steht jedoch das Gewebe 2cm über. Nun können die 2 Formen zusammengesetzt werden und die Überlappungen laminiert werden. Am Folgetag werden die überstehenden Stellen beschnitten und die Form wird geöffnet. Einge Kollgegen sehen gespannt zu. Aber auch dies erfolgt reibungslos. Der Rumpf ist noch recht weich. Nachdem dieser jedoch noch 2 Tage aushärtet ist dieser fest.

12.10.2018 - zwischenzeilich wurden eingige Sperrholzteile aus 3mm Papplsperrholz hergestellt, die Steckung ist vorbereitet und die Flügel wurden schon mal montiert und ausgemessen. Dazu werden beide Traglächen in die Waagerechte gebracht und beidseitit die EWD gemessen. Diese ist beidseitig gleich. Also, alles richtig gemacht. Die Bodenplatte ist auch nur aus 3mm Pappelsperrholz. im Bereich vom Bugfahrwerk werden jedoch einige Verstärkungen aus Buchensperrholz aufgebracht. Nachdem alle Teile vorbereitet sind werden diese in einem Aufwasch mit eingedicktem Harz eingeklebt. Diese geschieht jedoch erst am nächsten Abend.

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17.10.2018 - zwischenzeitlich wurden am letzten Abend alle vorbereiteten Sperrholzteile und die Flügelsteckung mit eingedicktem Harz in den Rumpf geklebt. Dazu wurden die Tragflügel montiert und konnten bis jetzt aushärten. Heute werden alle die Klammern entfernt und die Flügel wieder demontiert. Glücklicherweise wurde hierbei nichts verklebt und die Flügel lösen sich probelmlos. Heute wird die Impelleraufnahme mit den Zirkel aufgezeichnet und ausgesägt. Einige große Bohrungen werden angebracht. Durch diese können dann mal die Kabel gezogen werden. Zusammen mit einigne Dreikantleisten wird die Aufnahme zusammen geklebt und mit Stecknadeln gesichert. Gegen Feierabend werden noch einige Kleinteile an der Kabinen angepasst und mit Uhu-Plus eingeklebt. Es ist 20 Uhr und für Heute ist wieder Schluss.

19.10.2019 - heute bauen wir mal schnell die Halterung für den Impeller ein, so mein Vorhaben. Bis jedoch der Impeller, zusammen mit den Einschlagmuttern, an die Halterung passt, vergeht einige Zeit. Dann sollte noch die Flucht zum Auslass hin stimmen. Das gestaltet sich auch nicht so einfach und es vergeht eine weitere Stunde. Dann ist es jedoch geschafft und die Halterung kann mit etwas Uhu - Plus in den Rumpf eingeklebt werden. Dann entspannt widme ich bis Feierabend dem Kabinendeckel. Das Sperrholz wird angepasst. Und schon wieder hat die Uhr geschlagen. Es ist Feierabend für Heute.

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 23.10.2018 - heute bringe ich den ganzen Abend mit der vorderen Rumpfabdeckung zu. Hierzu wird ein Rahmen hergestellt, auf welchen die GFK-Abbdeckung geklebt wird. Vorne kommt ein Dübel rein und hinten ein Kabinenverschluss. Auch diese Kleinigkeit nimmt den ganzen Abend in Anspruch. Gegen Ende nervt es noch ein bisschen. Dann machen wir halt Feierabend. Beim nächsten Mal klappts sicherlich besser.

24.10.2018 - und heute klappt es wieder besser. Ich hatte ja Zeit zu überlegen. Die Bohrung für den Kabinenverschluss wird einfach aufgebohrt auf den Außendurchmesser. So kann der Verschluss anschließend einfach eingekelbt werden. Der Kabinenrahmen wird nun abgschliffen, bis die GFK-Abdeckung bündig passt. Parallel kümmere ich mich nun um die lange Kabinenhaube der UTI-Version. 2 Kabinenhauben werden so zugeschnitten, dass eine längerer Version entsteht. Diese werden dann mit Patex zusammengeklebt. Plan ist es, davon dann einen Abgus in Gips herzustellen. Für den nächsten Abend muss ich daher erst  mal Modelliergips besorgen.

26+27.10.2018 - am letzten Abend wurde der Abguss für die Tiefziehform hergestellt. Diese wurde heute entormt und mit Modellierspachtel die erste Schicht aufgespachtelt. Die vordere Kontour wird beibehalten. Die hintere Form wird entsprechend der Vorlage zurecht geschliffen. Heute wird die Schablone für der Steckung der Höhenleitwerke hergestellt. Mit dieser können dann die Bohrungen und Aussparungen gebohrt und gefeilt werden. Eine Stunde später sind die Höhenleitwerke dann schon aufgesteckt. Die Flucht zu den Tragflügel stimmt und die EWD passt auch. Wieder mal Glück gehabt. Abschließend wird heute das Gerippe für das Seitenruder hergestellt. Dieses erfolgt wieder frei Schnautze. Das Wochenende ist kalt und verregnet. Dann bauen wir eben noch ein bisschen Zuhause.

29.10.2018 - der Gipsabguss der Tiefziehform ist immer noch feucht. Beim Überschleifen ist gleich das Schleifpapier zu. Dann bauen wir eben beim Seitenruder weiter. Das Gerippe wird heute bündig geschliffen und anschließend mit 2mm Balsa beidseitig beplankt. Dann wird schon mal das Cockpit auf der GFK-Abdeckung angezeichnet und mit der Laubsäge ausgesägt. Ich möchte bei der UTI-Version 2 Piloten einbringen. Da das Modell die Kennung aus der DDR bekommt, wäre ein Honecker - Pilot passend, so meine Kollegen.

05.11.2018 - heute ist es endlich soweit. Die Tiefziehform der Kabinenhaube ist trocken und ich kann die erste Haube tiefziehen. Doch zuvor werden noch schnell 3 Stege aus dünnem Sperrholz mit 5-Minten-Epoxy aufgebracht. Die Enden werden mit je einem Schusternagel fixiert. Dann kann es aber losgehen. Die selbst gebaute Teifziehvorrichtung wird aufgebaut und im Handumdrehen sind 2 Hauben gezogen. Die erste aus PET und die zweite aus Polycarbonat. Dann kann auch schon wieder alles abgebaut werden. Die Haube wird in Form geschnitten und schon mal auf den Rumpf aufgesetzt. Das Ergebnis ist schon mal perfekt. Von der Seite hat nun die UTI-Mig etwas von einem Omnibus. Sieht aber im Vergleich zur kurzen Tropfenform richtig toll aus. Morgen werden ich Zuhause die ezfw vorbereiten. Dann kann es am Mittwoch weiter gehen. Ich freue mich schon drauf.

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09.11.2018 - heute benötige ich den ganzen Abend um die Steckung der Höhenleitwerke auszurichten und anschließen mit eingedicktem Harz einzukleben. Dann werden auch schon mal die Verstärkungen im Seitenleitwerk und die Anschlussrippen sauber verklebt. Dies erfolgt mit einem langen dünnen Pinsel. Abschließend passe ich die Kabinenhaube noch an den Rumpf an. Diese kann im nächsten Schritt auf den GFK-Rahmen aufgeklebt werden. Der Cockpitausbau erfolgt dann einzeln. Nach meiner Vorstellung soll dieser nachträglich eingesetzt werden können, so der Plan.

12.11.2018 - heute künstle ich mich den ganzen Abend mit dem spaltfreien Seitenruder ab. Immer muss noch ein bisschen nachgeschliffen werden, bis es passt. Schlussendlich kann die Leiste an der Dämpfungsfläche mit einige Zulagen und Schraubzwingen gespannt werden. Nun wird getestet, ob sich das Seitenruder demontieren lässt. Nachdem dies endlicht klappt, wird die Leiste im Seitenleitwerk mit eingen 5-Minuten-Epoy-Heftpunkten fixiert. Parallel können oben und unten die Flüllteile eingepasst und eingeklebt werden. Gegen Feierabend ist es dann geschafft. Das  Ruder hat seinen Platz gefunden und kann am nächsten Abend mit Bügelfolie bespannt werden.

19.11.2018 - daheim wurden die elektrischen Einziehfahrwerke vorbereitet. Diese werden heute in den Flügel eingebaut. Danach kann der Flieger erstmals auf die Räder gestellt werden und die Höhe vom Bugfahrwerk ausgemessen werden. Die Anstellung sollte so ca. 2 Grad sein, damit der Flieger beim Start überhaupt abhebt. Dazu wurde ein Stück Federstahl gerichtet. Nach diesen Maßen kann Zuhause dann das Bugfahrwerk als Nachläufer hergestellt werden. Den restlichen Abend verweile ich noch am Cockpit. Dieses ist herausnehmbar und wird heute in Form gebracht und mit Porenfüller gestrichen. Die Maße für die bedruckten Folien werden aufgenommen und können dann auf dem Farblaser ausgedruckt werden. Da die Mig die Kennung der DDR bekommt habe ich mir auch 2 Piloten aus dieser Zeit gesucht. Das musste sein! Die Hausaufgaben sind gestellt. Nächsten Abend geht es wieder weiter.

21.11.2018 - Zuhause wurden die Aufkleber und die Folienschnitte vorbereitet. Diese wollte ich heute aufbringen. In den Bauräumen angekommen, wird jedoch erst mal das Bugfahrwerk eingepasst. Das nimmt schon wieder den ganzen Abend in Anspruch. Kurz vor 8 Uhr wird noch schnell die Bodenplatte mit 160 Gramm Gewebe überzogen und so ist das Tagesziel für Heute schon wieder erreicht. am Freitag geht es weiter.

26.11.2018 - nachdem Zuhause das Bugfahrwerk fertiggestellt wurde, wird dieses heute entgültig in den Rumpf geschraubt.  Die Rudermaschinenhalterung für das Seitenruder und das Cockpit wurden am letzten Abend lackiert. Heute wird die Rudermaschine montiert und mit dem Rumpf verschraubt. Ebenso wird das Cockpit mit den Amaturen beklebt und die Piloten eingeklebt. Dann ist die Akkuhalterung dran. Zuerst wollte ich diese zusammen in einen Kasten platzieren. Da ich jedoch mit 2 Kasten variabler hinsichtlich dem Schwerpunkt bin, schlage ich diesen Weg ein. Auf der Kreissäge die Teile zugeschnitten und gleich mit Weisleim zusammengeklebt. Nach kurzer Zeit liegen diese auf dem Baubrett. Heute hatte ich den Controller für den Impeller dabei, um die Lage festzulegen. Der Controller kommt neben den Impeller. Dies ist der ideale Platz. Nun kann ich Daheim die Stecker anlöten und die Kabel vorbereiten. Am Mittwoch kann dann der Impeller, das Schubrohr und der Regler eingebaut werden. Wir nähern uns der Zielgeraden und machen uns schon Gedanken über das nächste Projekt.

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28.11.2018 - die Schubdüsen von Wemotec wurden endlich geliefert. Daher kann heute der Impeller samt Regler eingebaut werden. Zuhause wurden die Stecker schon an den Regler angelötet. Das sollte ja schnell geschehen sein! Die Einzelteile werden einzeln in den Rumpf eingeführt, dann die Schubdüse mit Panzertape mit dem Impeller verklebt, dann die komplette Düse in den Rumpf eingeführt bis die Düse in der hinteren Lagerung ankommt. Dann noch mit 4 Schrauben den Impeller verschrauben und schon sind wir fertig. Wenn es aber nicht reibungslos klappt, wird dafür über eine Stunde benötigt. Grund: die letzte Einschlagmutter hat sich gelöst, alles muss wieder ausgebaut und erneut eingebaut werden. Dann ist es aber endlich geschafft. Für den Controller wurde links neben dem Impeller eine Halterung eingeklebt. Auf dieser kann der Regler mit Kabelbinder befestigt werden. Kaum eingebaut werden die Akkus angschlossen und mit einem kleinen Probelauf den Staub in den Bauräumen aufgewirbelt. Passt alles. Das Cockpit ist mittlerweile auch fertig und die 2 Kollegen können bald zum Erstflug starten. Es ist schon wieder nach acht und wieder Zeit zu gehen.

03.12.2018 - am letzten Abend wurden die Aufkleber aufgebracht. Diese sind auf selbstkelbende Folie mit dem Tintenstrahldrucker gefertigt. Der Kleber hält aber nicht besonders gut. Daher wird die Oberfläche kurz mit Felgenschutzlack besprüht, dann der Aufkleber aufgebracht, danach nochmals mit dem Felgensprühlack darüber. Nach den Trocknen ist vom Lack nichts mehr zu sehen und der Aufkleber ist versiegelt und halt bombenfest. So haben wir schon unter Aircombatzeiten unsere Staffelzeichen aufgeklebt. Das Seitenruderservo wurde eingebaut und angelenkt. Den heutigen Abend werden wieder Kleinigkeiten erledigt. So wird eine Halterung für die Stecker der Tragflügel hergestellt und in den Rumpf eingeklebt. Über dieses Brett wurde auch gleich eine Kabelführung realisiert. An der Unterseite der Tragflächen wurde noch eine Abdeckung eben geschliffen und mit Folie bespannt. Somit sind die Tragflügel fertig und werden mit nach Hause genommen. Dann können die Stecker angelötet werden. Abschießend wird heute noch eine Form aus Styrodur für den Lufteinlass hergestellt. Dieser wird noch kurz vor Feierabend mit GFK überzogen.

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08.12.2018 - beim ersten Versuch habe ich ich den Lufteinlauf zu klein ausgeschnitten. Also wurde das Teil nochmals laminiert. Beim zweiten Mal hat dieser dann auf Anhieb gepasst und konnte in den Rumpf  eingeklebt werden. Nachdem dieser mit der grauen Spraydose bearbeitet wurde, sieht das richtig toll aus. Danach wird die Kabinenhaube abgeklebt und mit dem Pinsel grau gestrichen. Nach dem Abziehen vom Klebeband, sieht auch diese aus, wie ich mir das vorgestellt habe. Die Tragflächen habe ich mit nach Hause genommen. Dort  werden die Stecker angelötet. Am Montag bringe ich die Flügel wieder mit. Dann wird der Flieger ausgewogen.

10.12.2018 - heute ist Auswiegen angesagt. Das Modell wird montiert und die Antriebsakkus an die gedachte Stelle platziert. Der Schwerpunkt stimmt auf Anhieb. Glück gehabt! Das Modell wird auch gleich mal auf die Waage gelegt und hat 5660 Gramm. Für das große Modell ist das Gewicht ok. Die Akkuhalterungen werden mit Uhu-Plus an die vergesehene Stelle geklebt und und mit einigen Distanzen gespannt. Den heutigen Abend verbringe ich noch mit dem Einbau der Rudermaschine für das lenkbare Bugfahrwerk. Hier habe ich mir was Neues überlegt und möchte die Anlenkung ohne Ruderhebel gestallten. Mal schauen, ob es funktioniert! Dann kann ich den Flieger den nächsten Abend mit nach Hause nehmen. Die letzten Kleinarbeiten kann ich auch dort erledigen. Dann kann ich, zusammen mit Joachim, Tragflügel für die ASW-22 bauen. Ich freue mich schon drauf.

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